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GALLERIE Ägypten

Street Art am Tahrir Platz - Symbole der Revolution (2012)

Ägypten- Symbole der Revolution
Street Art am Tahrirplatz – ein Jahr nach der Revolution

Rückblick: Am 11. Februar 2011 findet ein sagenhafter Umbruch in Ägypten statt. Der seit fast drei Jahrzehnten regierende Autokrat Husni Mubarak tritt auf Grund von Protesten, die er zuvor blutig zu zerschlagen versuchte, zurück und übergibt die Macht an das Militär. Dieses löst, wie von den Demonstranten gefordert, das Parlament auf und setzt zugleich die Verfassung aus. Zuerst werden diese Schritte von der Bevölkerung begrüßt, doch bald muss sie feststellen, dass das Militär nur wenig auf die Bedürfnisse des Volkes eingeht und keinen Willen an einer neuen Regierungsbildung zeigt. Das Volk ist wiederholt unzufrieden und demonstriert abermals auf den Straßen Ägyptens. Es kommt zu gewaltigen Auseinandersetzungen, diesmal zwischen Bürgern und der neuen »staatlichen« Macht, dem Militär. Die Geschichte der Gewalt wiederholt sich und die Bildung einer neuen demokratisch gewählten Regierung scheint in weite Ferne zu rücken...

Die Initiatoren, Aktivisten und Unterstützer der Revolution befürchten, dass all ihre Bemühungen umsonst gewesen sein könnten wenn sich die gegenwärtige Situation nicht ändert. Dafür müssen die Menschen weiterkämpfen und dieses zeigen. Am besten auf der Straße.

Ein Jahr nach der Revolution treffen sich ägyptische Künstler aus aller Welt in Kairo und rufen einige Graffitti-Kampagnen ins Leben um ihren politischen Unmut zu zeigen sowie die Missstände in ihrem Land aufzuzeigen.

Hinweis:

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Gallerien. Zur näheren Beschreibung klicken Sie bitte auf den entsprechenden Button unterhalb der jeweiligen Gallerie.

Graffiti of Egypt

Die Geschichte Ägyptens

Die Geschichte Ägyptens ist hier durch den Künstler Ammar Alaa Awadakr auf einer der zahlreichen Mauern bildlich dargestellt. Nur wenige Tage nach der Errichtung der Wand, die den Zugang zum Innenministerium blockierte, wurde diese von Demonstranten wieder zerstört.

Frauenprotest

Für sehr viele Mädchen und Frauen ist die Lebenssituation in Ägypten immer noch katastrophal. Im Jahr 2013 war Ägypten laut der Thomson Reuters Stiftung sogar das schlechteste Land für Frauen in der arabischen Welt.  Neben Zwangsehen und  Beschneidung ist es v.a. die tägliche sexuelle Belästigung, mit der Frauen zu kämpfen haben.

Jungfräulichkeitstests

Samira Ibrahims Gesicht schwebt über einer Armee bestehend aus Ahmed Adel Al-Mugi. Der Militärarzt war von der Demonstrantin angeklagt worden, sog. „Jungfräulichkeitstest“ durchgeführt zu haben. Im März 2012 wurde er von einem Militärgericht frei gesprochen. Das Graffiti entstand im Rahmen der „Graffiti 7arimi“ Kampagne, einen Tag nach dem Urteil. Die Kampagne wurde gemeinsam von Männern und Frauen gegründet, mit dem Ziel, die zumeist negative Haltung in der ägyptischen Bevölkerung Frauen gegenüber zu ändern und die Mitmenschen zum Umdenken zu bewegen. Weitere Werke entstanden am 9.März 2012, dem Jahrestag der Jungfräulichkeitstests.

Die Märtyrer Wand

Die „Märtyrer Wand“ in der berühmten Mohammed Mahmoud Straße. „Ich habe keine Angst vor dem Tod. In mitten deines Terrors hat mein Herz den Sonnenaufgang neu erblickt. Stehle den Frieden, zerstöre die Häuser, das war in der Vergangenheit, in der Zeit des Schweigens.“ Dieses sind die Zeilen aus einem Lied, das den Märtyrern des Ultras Ahlawy Fußballfanclubs gewidmet worden ist. Mit aller Wahrscheinlichkeit erst nach den Zusammenstößen in Port Said. Unter den Zeilen sind einige dieser Märtyrer zu sehen.

Die Gesellschaft